Apfel
Knackiges Fruchtfleisch, süßlicher Geschmack und große Saftigkeit machen den Apfel zum beliebtesten Obst der Deutschen. Rund 20 kg verzehrt jeder Bundesbürger pro Jahr. Beliebte Sorten sind Jonagold, Elstar, Cox Orange und Boskop. Hiesige Anbaugebiete finden sich vor allem im Alten Land und rund um den Bodensee. Äpfel sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen. Die Schale enthält den Ballaststoff Pektin. Das Fruchtfleisch liefert mehr als 20 verschiedene Nährstoffe.
Aprikose
In Österreich auch Marille genannt. Die ursprünglich aus China stammende Aprikose enthält mehr Carotinoide, Mineral- und Ballaststoffe als jede andere Frucht. Trotz ihrer Süße zählt sie zu den kalorienarmen Obstsorten. Neben der Frischfrucht sind Aprikosen auch als Trockenobst beliebt. Besonders vollreif besitzen sie ein herrliches Aroma.
Brombeere
Auch Schwarz- oder Kratzbeere genannt. Sowohl die Früchte als auch die Blätter können in der Küche verwendet werden. Keine andere Beere enthält so viel Vitamin A wie die Brombeere. Außerdem ist sie reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium. Die Erntezeit reicht von Juli bis zu den ersten Frösten. Nach dem Ernten sollten Brombeeren jedoch schnell verarbeitet werden, da sie leicht zu schimmeln beginnen.
Erdbeere
Gerne als Königin unter den Beerenobstsorten bezeichnet, ist die zu den Rosengewächsen zählende Erdbeere eine der beliebtesten Früchte Deutschlands. Trotz hohen Wasseranteils – und deshalb besonders kalorienarm – sind Erdbeeren echte Vitamin-Bomben (C, A, B). Zudem haben sie einen hohen Gehalt an den Mineralstoffen Natrium, Calcium, Kalium, Phosphor und besonders Eisen. Erdbeeren sind mittlerweile ganzjährig verfügbar. Da die positiven Inhaltsstoffe aber vor allem in frischen Früchten enthalten sind, empfehlen sich heimische Produkte.
Fruchtaufstriche
Brotaufstriche, die nicht unter die Konfitüren-Verordnung fallen. Frucht- und Zuckergehalt sind deshalb nicht gesetzlich geregelt. Üblicherweise werden Fruchtaufstriche mit einem höheren Frucht- und einem niedrigeren Zuckeranteil als Konfitüren und Extra-Konfitüren angeboten.
Gelee
Gelee muss einen Fruchtanteil von mindestens 35 % aus Fruchtsaft oder -konzentrat und einen Mindestzuckergehalt von 55g auf 100g Fertigprodukt aufweisen. Ausnahmen sind säurereiche Fruchtsorten, wie Johannisbeere oder Quitten, bei denen der Fruchtanteil lediglich 25 % überschreiten muss.
Gelee extra
Brotaufstrich, der aus Fruchtsäften oder Konzentrat ohne Zugabe von Fruchtstückchen hergestellt wird. Der Fruchtgehalt muss mindestens 45 % betragen.
Heidelbeere
Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Heidelbeere hat bei uns zwischen Juni und August Saison und gilt als wertvolles Naturheilmittel, das bereits von Ursula von Bingen geschätzt wurde. Heidelbeeren sind besonders reich an Karotenen, die das Immunsystem und die Körperzellen gegen Bakterien und freie Radikale schützen. Zudem haben sie eine hohe Konzentration an Vitamin C und Tannin (Gerbstoff).
Himbeere
Ein weiteres Rosengewächs, dessen Früchte von Juli bis August geerntet werden. Schon im Altertum für ihre wertvollen Inhaltstoffe bekannt, wurde die herrlich saftige und süße Himbeere bereits von den amerikanischen Ureinwohnern als Heilmittel eingesetzt. Unter den heimischen Früchten ist ihr Aroma einzigartig. Zu den wichtigsten Inhaltstoffen der Himbeere zählen Pektin, die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Phosphor, Provitamin A und die Vitamine B1, B2 und C.
Johannisbeere
Unterschieden wird zwischen der roten und schwarzen Johannisbeere. Beiden gemeinsam ist der höchste Vitamin C-Gehalt unter allen Gartenfrüchten. Wertvolle Inhaltsstoffe sind darüber hinaus Kalium, Calcium, Phosphor, Pektin und Fruchtsäuren. Rote Johannisbeeren gehören zu den säurereichsten Früchten und liefern wichtige Ballaststoffe. Die schwarze Johannisbeere ist die Grundlage des beliebten Cassis-Sirups bzw. Cassis–Likörs.
Kirsche
Die zum Steinobst zählenden Kirschen wachsen an bis zu 20 m hohen Bäumen. Deutschland zählt zu den wichtigsten Anbaugebieten weltweit. Die rundlichen Früchte gibt es von gelb über rötlich bis fast schwarz. Unterschieden wird vor allem zwischen Süßkirschen und Sauerkirschen. Kirschen sind reich an Kalium, Phosphor, Eisen und den Vitaminen B1, B2, B6 und C.
Konfitüre
Konfitüre muss einen Fruchtanteil von mindestens 35 % in Stückchen oder Fruchtmark und einen Mindestzuckergehalt von 55g auf 100g Fertigprodukt aufweisen. Ausnahmen sind säurereiche Fruchtsorten, wie Johannisbeere oder Quitten, bei denen der Fruchtanteil lediglich 25 % überschreiten muss.
Konfitüre extra
Konfitüre Extra muss einen Fruchtanteil von mindestens 45 % in Stückchen oder Fruchtmark und einen Mindestzuckergehalt von 55g auf 100g Fertigprodukt aufweisen. Ausnahmen sind säurereiche Fruchtsorten, wie Johannisbeere oder Quitten, bei denen der Fruchtanteil lediglich 35 % überschreiten muss.
Marmelade
Marmelade bezeichnet ausschließlich Aufstriche, die aus Zitrusfrüchten, also Orangen, Zitronen etc. hergestellt werden. Ihr Mindestfruchtgehalt muss 20 % betragen.
Orange
Auch Apfelsine genannt, was „chinesischer Apfel“ bedeutet und auf die Herkunft der heute in aller Welt verbreiteten Frucht hindeutet. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen Bitterorangen (Pomeranzen), Blond- und Blutorangen. Orangen werden seit fast 3000 Jahren kultiviert und sind das ganze Jahr über erhältlich, vor allem aber im Winter beliebt. Mit einer einzigen Orange kann ein Erwachsener seinen Tagesbedarf an Vitamin C abdecken. Zudem sind sie reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium und Phosphor.
Pflaume
Bereits von den Römern nach Europa gebracht, existieren heute – nach vielfacher Kreuzung – über 2000 Pflaumensorten. Die Hauptfarbe der Pflaume ist blau bis violett, es gibt aber auch rote und gelbe Sorten. Das Fruchtfleisch ist überwiegend gelb. Zu den Hauptsorten zählt die Zwetschke. Die Steinfrucht enthält sämtliche B-Vitamine. Bekannt ist sie für ihre verdauungsfördernde Wirkung.
Pflaumenmus
Gemäß den Leitlinien für Obsterzeugnisse wird Pflaumenmus aus reifen, frischen oder tiefgefrorenen entsteinten Pflaumen oder Pflaumenmark, mit oder ohne Verwendung von Zuckerarten und Gewürzen hergestellt. Der Fruchtanteil muss mindestens 140%, der Zuckeranteil darf höchstens 30% bezogen auf das Fertigerzeugnis betragen.
Quitte
Unterschieden werden die so genannten Apfel- und Birnenquitten, von denen die Birnenquitten als aromatischer gelten. Vollreif meist zitronengelb, können Quitten durchaus ein Gewicht von über 1000 g erreichen. Durch ihren hohen Wassergehalt sind Quitten besonders kalorienarm. Trotzdem enthalten Sie viel Vitamin C, Kalium, Eisen und Pektin. Aufgrund ihrer ausgeprägten Säure darf Quittenkonfitüre bereits mit einem Fruchtanteil von 25 % hergestellt werden.